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Face to Face – Das Geheimnis des Abschieds

  • Kunsthalle Hamburgerstraße 49 18069 Rostock (Karte)

Face to Face – Vom Geheimnis des Abschieds

Tänzerin Martje Brandsma

Tänzerin Martje Brandsma

Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die die schöpferischen Kräfte, die in Musik und Sprache enthalten sind, sichtbar machen möchte. Es gibt weltweit Eurythmie-Ensembles, die zusammen mit Musikern und Sprechkünstlern auftreten. Die Bandbreite der Aufführungen reicht dabei von lyrischen Abenden bis hin zu großen symphonischen Projekten. Begründer Rudolf Steiner, auf den die Waldorfpädagogik zurück geht und der in Rostock promoviert wurde, hat sie darüber hinaus als Unterrichtsfach empfohlen, und so bewegen sich heute an über 1000 Waldorfschulen weltweit Kinder zu Sprache und Musik im Raum.

 

Programm

Henry Purcell (1659-1695):
“When I am Laid in Earth” aus der Oper Dido and Aeneas

Johann Sebastian Bach (1685-1750):
Partita d-Moll für Violine solo BWV 1004 (dazwischen eingefügt andere Tänze)

Jean Baptiste Lully (1632 - 1687):
Sarabande

André Campra (1660-1744):
Forlana aus “Le Carnaval de Venise”

Jean Baptist Lully:
Chaconne de Phaeton

Begegnung und Abschied (Improvisationen in Bewegung, Sprache und Klang)

Henry Purcell:
Oh let me weep” aus “The Fairy-Queen”

Johann Sebastian Bach:
Christ lag in Todesbanden“ aus der Kantate „Christ lag in Todes Banden“ BWV 4
Choral „Wie soll ich dich empfangen“ aus dem Weihnachtsoratorium BWV 248
Choral „In meines Herzens Grunde“ aus der Johannespassion BWV 245
Chaconne aus der Partita in d-Moll, Fassung mit Gesang nach Helga Thoene

 

Künstler

Bach bewegt:
Martje Brandsma, Eurythmie
Friederike Kühl, Gesang und Sprache
Carla Linné, Violine und Barocktanz
Simon Linné, Barockgitarre und Theorbe
Gia van den Akker, Saskia Mees, Choreografie Bach Chaconne
Hélène Schaap, Kostüm
Julian Hoffmann, Licht
 

Idee

In ihrer interdisziplinären Performance begeben sich Martje Brandsma (Eurythmie), Carla Linné (Barockvioline und Barocktanz), Friederike Kühl (Gesang und Sprache) und Simon Linné (Barockgitarre, Theorbe) auf die Spuren des Abschieds. Die Ciaccona aus der Partita in d-Moll für Violine Solo von J. S. Bach erklingt in Anlehnung an die Version der Musikwissenschaftlerin Helga Thoene, bei der in der Partitur verborgene Choralfragmente zum Klingen gebracht werden. Bach schrieb das Werk im Sommer 1720, als er bei seiner Rückkehr aus Karlsbad seine Frau begraben findet. Bewegung, Violine und Gesangsstimme verbinden sich zu einem neuen, größeren Ganzen. Getragen durch die Ciaccona machen sich die Künstler auf den Weg zu einem Loslassen, das einen Neuanfang ermöglicht.

 

Veranstalter

Bachverein Rostock e. V.

Frühere Events: 17. Mai
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Späteres Event: 17. Mai
Rostocker Chormusik um 1600